Rechtliche Rahmenbedingungen für legales Echtgeld-Roulette unter dem GlüStV 2021
Geschrieben von Ben Schröder · 21.8.2026

Rechtliche Rahmenbedingungen für legales Echtgeld-Roulette unter dem GlüStV 2021

Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 regelt das Angebot von Online-Glücksspielen in Deutschland und beschränkt legales Echtgeld-Roulette auf wenige Ausnahmen, während die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) Lizenzen ausschließlich für Slots, Poker und Sportwetten vergibt, sodass Tischspiele wie Roulette weder live noch virtuell bundesweit verfügbar sind.
Struktur der GGL-Lizenzen und ihre Grenzen
Die GGL erteilt Konzessionen nur für bestimmte Sparten, und Roulette fällt nicht darunter, weshalb Anbieter mit bundesweiter Erlaubnis diese Spiele nicht legal anbieten können, während Betreiber auf staatliche Sonderregelungen in einzelnen Bundesländern angewiesen bleiben, um überhaupt Roulette-Varianten bereitzustellen.
Verfügbare Angebote in Bayern und Schleswig-Holstein
In Bayern ermöglicht die staatliche Spielbanken Bayern Online ein Live-Dealer-Roulette für dort ansässige Spieler, während in Schleswig-Holstein das Tipico Casino ausschließlich virtuelle Roulette-Varianten mit Zufallszahlengenerator anbietet, und beide Modelle bleiben auf die jeweiligen Landesgrenzen beschränkt, sodass Bewohner anderer Länder keinen legalen Zugang erhalten.

Alle weiteren Bundesländer verfügen über keine entsprechenden staatlichen Lizenzen für Roulette, und bundesweit agierende Plattformen bieten solche Spiele daher nicht an, was die Verfügbarkeit auf die genannten regionalen Lösungen eingrenzt und den Rahmen des GlüStV 2021 konsequent umsetzt.
Aktuelle Situation im August 2026
Im August 2026 bleibt die Lage unverändert, denn der GlüStV 2021 setzt weiterhin klare Grenzen, und weder die GGL noch andere Bundesländer haben neue Lizenzen für Roulette erteilt, sodass Spieler in den meisten Regionen auf illegale Angebote ausweichen oder auf die begrenzten Optionen in Bayern und Schleswig-Holstein verzichten müssen.
Auswirkungen auf Anbieter und Nutzer
Anbieter passen ihre Portfolios an die Lizenzvorgaben an, indem sie Roulette aus bundesweiten Angeboten entfernen, während Nutzer in zugelassenen Ländern auf die staatlich kontrollierten Plattformen zurückgreifen, und Behörden überwachen die Einhaltung durch regelmäßige Kontrollen, um unerlaubte Angebote zu unterbinden.
Schlussfolgerung
Der GlüStV 2021 schafft damit eine klare Trennung zwischen erlaubten und verbotenen Roulette-Angeboten, und die regionalen Ausnahmen in Bayern sowie Schleswig-Holstein bilden die einzigen legalen Kanäle, die unter strenger staatlicher Aufsicht stehen.